AUFRUF: Heraus zum 1. Mai – auf in den Anarchistischen Block!

Plakat, schwarz-weiss (A3)
Plakat, color (A3)

Wir rufen auf zur Teilnahme am Anarchistischen Block auf der Revolutionären 1. Mai Demo, denn die Zeiten sind hart und die Lage ernst!

Wir müssen unserer Wut über die Zustände Luft verschaffen und Gründe um wütend zu sein gibt es mehr als genug:

Repression gegen Anarchist*innen und Linke Bewegung

Die Welle an Razzien vom 24.03. hat uns einmal mehr gezeigt mit welcher Willkür und Gewalt der deutsche Staat gegen unsere Bewegung vorgeht. Die Repressionen gegen Anarchist*innen und Linke Bewegungen generell verschärfen sich Weltweit immer weiter. Antifa-Ost auf der Terror-Liste der Trump-USA, Kontosperrungen, eingeknastete Antifas, Berufsverbote und brutale Repression gegen die Pro-Palästinensische Bewegung mit tausenden Anzeigen. All das zeigt uns aber auch, dass wir den Staat da treffen, wo es wehtut. Lasst uns also weiter widerständige und selbstorganisierte Strukturen aufbauen, um die Maschinerie jedes Staates zu zerschlagen.

Wir als Autonome und Anarchist*innen sind alle Teil bei antifaschistischen Aktionen, bei den Demos und Aktionen gegen den Genozid an der palästinensischen Bevölkerung, bei antimilitaristischen Kampagnen, beim Ausbau der Selbstorganisierung in den Stadtteilen und bei der internationalen Vernetzung. Wenn dieser Staat also die unterschiedlichen Zusammenhänge mit Repression überzieht, dann sind wir alle gemeinsam damit gemeint!

Lassen wir uns nicht spalten sondern halten zusammen, geben uns gegenseitig Kraft und schlagen zurück. Jetzt erst recht!

Rechtsruck und Militarisierung

In ganz Europa und auch darüber hinaus greifen seit Jahren rechte, faschistische Ideologien um sich. Die Folge sind massive Einschränkungen der Rechte und der Sicherheit von allen Bevölkerungsgruppen die nicht der Dominanzgesellschaft entsprechen. Gleichzeitig wird an allen Ecken und Enden Geld gekürzt um es in Krieg und Militär zu investieren, was ebenso besonders marginalisierte Gruppen trifft und international Krieg und Krisen verschärft.

Diesem Ausbau der Ausbeutung und Unterdrückung treten wir entschlossen entgegen. Wir setzen auf den Ausbau und die Vernetzung der Anarchistischen Strukturen und des Widerstands und solidarisieren uns klar mit allen von Krieg und Unterdrückung betroffenen.

Imperialismus und Neokolonialismus

Die weltweiten Kriege in vielen Teilen der Erde zeigen dass der militaristische und genozidale Kolonialismus wieder auf dem Vormarsch ist. Die Kolonialmächte gehen bei ihren Raubzügen nach Macht und Ressourcen über ganze Berge von Leichen. Palästina, Rojava, Iran, Libanon, Sudan, Westsahara, Kuba, Venezuela… Die Liste der kolonialen Verbrechen ist lang und voller Leid. An diese Zustände dürfen wir uns niemals gewöhnen. Daher sehen wir als Anarchist*innen, die in diesen kolonialen Täterstaaten leben, es als unsere Aufgabe eben diese koloniale Maschinerie anzugreifen und zu Fall zu bringen.

Wir als Autonome und Anarchist*innen sind ganz klar solidarisch mit den antikolonialen Aufstandsbewegungen weltweit: Global denken, lokal handeln, Death to all colonisers!

Nicht fordern, sondern kämpfen!

Gerade als Anarchist*innen ist uns schon immer klar, dass es nichts bringt, nur zu fordern und nicht selbst mit dem Widerstand gegen dieses System im Hier und Jetzt zu beginnen. Wir kennen das Phänomen in unseren Kreisen, oft nur auf die eigenen Zirkel zu schauen und nicht über den Tellerrand hinaus – bis hin zu kämpfenden Widerstandsbewegungen europa- und weltweit. Doch wenn wir uns als Teil einer größeren Bewegung des Widerstands gegen die herrschenden Zustände sehen, begreifen wir, dass wir einfach beginnen müssen uns noch mehr zu organisieren, zu vernetzen und gemeinsam zu kämpfen. Auf jeden Ansatz, den wir mal begonnen haben und unsere Erfahrungen gemacht haben, können wir jederzeit zurückgreifen und die guten Erfahrungen in den kommenden Aufstand mitnehmen.

Deshalb brauchen wir euch alle auf der Straße. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass der Staat, seine Schläger und alle Feinde von Freiheit und Gleichheit ihre Quittung bekommen.

Bringt Transpis, Fahnen, Regenschirme und was ihr sonst noch alles im Block haben wollt mit und sagt all euren Leuten Bescheid!

Für die befreite Gesellschaft! Für die Anarchie!

AS ALWAYS: No Cops, No Nazis, No Terfs, No Swerfs, Party-Touris verpisst euch, Antideutsche sind keine Linken

Anarchistischer Block in der Revolutionären 1. Mai Demonstration 2026
18:00 Oranienplatz, Berlin-Kreuzberg
(Der Anarchistische Block befindet sich im Antifa-Block, da wo sich Banner und Fahnen mit dem Anarchie-Logo sammeln)